Deutschland liefert längst nicht mehr nur Geld und Waffen an die Ukraine. In Bayern entstehen deutsch-ukrainische Produktionsstätten für Aufklärungs- und Kampfdrohnen, die unmittelbar für den Krieg gegen Russland vorgesehen sind. Bis zum Jahresende sollen mindestens 10.000 Drohnen gefertigt werden – nach oben sei die Kapazität kaum begrenzt.
Wolfgang Effenberger untersucht, ob Deutschland damit die Schwelle vom Unterstützer zur faktischen Kriegspartei überschreitet. Werden deutsche Rüstungsstandorte dadurch zu legitimen militärischen Zielen? Welche Rolle spielen Unternehmen wie Quantum Systems und Stark Defence, internationale Investoren, NATO-Strukturen sowie die deutsche und bayerische Politik?
Im Gespräch geht es außerdem um den „Operationsplan Deutschland“, die Bundesrepublik als militärische Drehscheibe, westliche Geheimdienst- und Aufklärungsunterstützung sowie politische Forderungen, den Krieg mit westlichen Waffen „tief nach Russland“ zu tragen.
Je stärker Deutschland Waffenproduktion, Logistik, Ausbildung und Zielaufklärung übernimmt, desto größer wird das Risiko, selbst in die strategische Zielplanung Moskaus zu geraten. Was heute als Schutz und Solidarität verkauft wird, könnte Deutschland morgen zum Kriegsschauplatz machen.







