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Bioregulatoren: Warum kennt kaum jemand diese russische Forschung

| 05.11.2026

Können winzige Aminosäureverbindungen beschädigte Zellen regenerieren, Alterungsprozesse beeinflussen und möglicherweise sogar neue Wege in der Behandlung schwerer Erkrankungen eröffnen?

In diesem Gespräch widmet sich Alexander Kühn gemeinsam mit Werner Ulrich einem wenig bekannten Forschungsgebiet: den sogenannten Bioregulatoren. Im Mittelpunkt stehen kurze Peptide, die der russische Wissenschaftler Professor Vladimir Khavinson über Jahrzehnte untersuchte.

Werner Ulrich beschäftigt sich seit mehr als zwölf Jahren mit diesen Substanzen. Seine Recherchen führten ihn persönlich nach St. Petersburg an das Institut für Bioregulation und Gerontologie, wo er mit Wissenschaftlern, Ärzten und Patienten sprach.

Ulrich berichtet von Forschungsarbeiten aus der ehemaligen Sowjetunion, von angeblichen Behandlungserfolgen bei degenerativen Augenerkrankungen wie Retinitis pigmentosa und von Untersuchungen an Beschäftigten des russischen Energiekonzerns Gazprom. Auch eine mögliche Behandlung des russischen Präsidenten Wladimir Putin durch Khavinson kommt zur Sprache.

Besonders spannend wird es beim Peptid Epitalon. Ihm wird die Fähigkeit zugeschrieben, die Aktivität des Enzyms Telomerase zu beeinflussen. Da Telomere eine wichtige Rolle bei der Zellalterung spielen, beschäftigt sich die Forschung mit der Frage, welche Bedeutung solche Prozesse für die menschliche Lebensspanne haben könnten.

Doch das Gespräch wird auch sehr persönlich. Werner Ulrich berichtet von seinem eigenen Herzinfarkt, seiner späteren Krebserkrankung und seinen Erfahrungen mit Peptiden während der medizinischen Behandlung und anschließenden Regeneration.

Weitere Themen sind die mögliche Wirkung von Bioregulatoren auf unterschiedliche Organe, die Unterschiede zwischen natürlichen und synthetischen Peptiden, die orale Einnahme sowie die Frage, weshalb diese Forschungsrichtung in der westlichen Medizin bislang nur begrenzte Aufmerksamkeit erhält.

Steckt in den Bioregulatoren ein bislang unterschätztes medizinisches Potenzial – oder sind die Erwartungen größer als die wissenschaftlichen Belege?

Ein außergewöhnliches Gespräch über russische Wissenschaft, Zellbiologie, Langlebigkeit und die Grenzen der heutigen Medizin.

 

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