Im zweiten Teil der Reihe zur City of London geht es um die transatlantische Verbindung zwischen britischem Kapital und dem aufstrebenden Finanz- und Industriemarkt der USA. Im Zentrum stehen George Peabody, Junius Spencer Morgan und J. P. Morgan – und die Frage, wie aus einer Londoner Handels- und Bankverbindung eines der mächtigsten Finanznetzwerke des 19. und frühen 20. Jahrhunderts entstehen konnte.
Wolfgang zeichnet nach, wie britisches Kapital über London in amerikanische Eisenbahnen, Staatsanleihen und Industrieunternehmen floss und wie sich daraus die enge Achse zwischen City of London und Wall Street entwickelte. Dabei werden auch die damaligen Konkurrenten und Partner wie Rothschild und Baring betrachtet sowie die Bedeutung von Informationsvorsprung, Kreditwürdigkeit, Wertpapierhandel und internationaler Kapitalvermittlung.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, weshalb sich das Haus Morgan so stark auf den US-Markt konzentrierte – und wie diese Verbindung später Einfluss auf Eisenbahnkonzerne, Großindustrie und internationale Kriegsfinanzierung gewann. Auch die Rolle J. P. Morgans im Ersten Weltkrieg und die langfristige Bedeutung der Morgan-Bank bis in die Gegenwart werden diskutiert.






