Julia Szarvasy spricht mit Prof. Dr. Michael Meyen (LMU München) über sein Buch „Der dressierte Nachwuchs – Was ist los mit der Jugend?“ und sein neues Werk „Staatsfunk“. Er erklärt, warum „die Jugend“ kein monolithischer Block ist – aber warum besonders die akademische Großstadtjugend so sichtbar die Debatten prägt. Themen: Wie Schule, Kinderbücher und Universitäten Narrative zu Klima, Identität und „Kampf gegen rechts“ früh verankern. Wie Social-Media-Logiken (Memes, kurze Botschaften, Like/Cancel) komplexe Diskussionen verdrängen. Und warum Ideologie auch wirkt, wenn sie sachlich widerlegt wurde.
Meyen skizziert, wie ein Bewusstseinsapparat aus staatlich geförderten Projekten, NGOs, Leitmedien und Plattformen junge Karrierewege belohnt – solange die „richtigen“ Formeln wiederholt werden. Im zweiten Teil geht es um ARD/ZDF als politisch dominierte Großapparate: die Mythen von „Objektivität“, „vierter Gewalt“ und „Rundfunk gehört uns“. Was tun? Meyen plädiert für radikales Neu-Denken (bis hin zum offen deklarierten Staatsfunk) und für die Stärkung der Gegenöffentlichkeit. Trotz Kritik bleibt er optimistisch: Veränderung beginnt im Gespräch, in Büchern – und beim Zurückerobern von Öffentlichkeit.






