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Home Office # 675

| 25.08.2026

Ist der menschengemachte Klimawandel real – aber die politische Antwort darauf trotzdem grundlegend falsch? Im Home Office diskutieren Robert Stein und Helmut Reinhardt mit dem Experimentalphysiker, Buchautor und YouTuber Prof. Dr. Gerd Ganteför über CO₂, Klimamodelle, Energiewende und die Frage, warum Deutschland und Europa einen Sonderweg eingeschlagen haben.

Ganteför vertritt dabei eine Position, die sich nicht einfach einem der üblichen Lager zuordnen lässt: Er hält den vom Menschen verursachten CO₂-Anstieg für einen wesentlichen Treiber der gegenwärtigen Erwärmung, kritisiert zugleich aber die politischen Konsequenzen, die daraus insbesondere in Deutschland gezogen werden. Sein Fazit fällt deutlich aus: Die internationale Klimabewegung habe ihr eigentliches Ziel verfehlt – trotz jahrzehntelanger Klimakonferenzen seien die weltweiten CO₂-Emissionen weiter gestiegen.

Diskutiert werden auch klassische Einwände gegen die CO₂-These: Warum folgte in früheren Erdzeitaltern das CO₂ teilweise erst der Erwärmung? Welche Rolle spielen Sonne, Wolken, Aerosole und kosmische Strahlung? Ist eine wärmere Erde zwangsläufig eine Katastrophe – oder könnte die Anpassung an den Klimawandel sinnvoller sein als der Versuch einer vollständigen Dekarbonisierung?

Besonders kritisch äußert sich Ganteför zur deutschen Energie- und Klimapolitik. Er warnt vor Deindustrialisierung, hohen Energiepreisen und einer Politik, die seiner Ansicht nach Wohlstand aufs Spiel setzt, während große Teile der übrigen Welt andere Prioritäten setzen. Die Klimabewegung habe insbesondere diejenigen verloren, die steigende Lebenshaltungskosten unmittelbar zu spüren bekommen.

Auch Kernenergie, Windkraft, Solarenergie, fossile Rohstoffe und die Frage nach der tatsächlichen Reichweite von Öl und Gas werden kontrovers diskutiert. Dabei widersprechen die Gastgeber Ganteför mehrfach – etwa bei der Entstehung fossiler Energieträger oder der Bewertung des Klimawandels.

Zum Ende wird die Diskussion noch grundsätzlicher: Können Wissenschaft, Politik und Medien durch wirtschaftliche oder gesellschaftliche Interessen beeinflusst werden? Können sich Eliten gegen die Interessen großer Bevölkerungsteile stellen – oder entstehen scheinbar koordinierte Entwicklungen häufig auch ohne zentrale Steuerung? Ganteför unterscheidet dabei zwischen tatsächlichen Absprachen und gesellschaftlichen Dynamiken, betont aber zugleich die Gefahr privilegierter Machtstrukturen.

Ein kontroverses Gespräch, bei dem unterschiedliche Positionen ausdrücklich nebeneinanderstehen – und gerade deshalb ausführlich miteinander diskutiert werden.

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