Was passiert, wenn das Bild, das wir von uns selbst und anderen zeichnen, wichtiger wird als die Wirklichkeit? In dieser Ausgabe von „Stoner Frank & Frei“ treffen zwei auf den ersten Blick völlig unterschiedliche Geschichten aufeinander – und führen am Ende zu derselben Frage: Was macht unsere Identität eigentlich aus?
Zunächst geht es um die Geschichte eines gefeierten Cambridge-Professors, dessen außergewöhnliche Biografie zunehmend ins Wanken geriet. Frank spricht über Hochstapelei, Plagiatsvorwürfe, Opfererzählungen und über eine gesellschaftspolitische Frage, die weit über diesen einzelnen Fall hinausgeht: Was geschieht, wenn Menschen im Namen sozialer Gerechtigkeit nicht mehr als Individuen, sondern anhand von Herkunft oder Hautfarbe unterschiedlich behandelt werden? Für Frank steht dem das humanistische Ideal gegenüber, nach dem jeder Mensch unabhängig von solchen Kategorien gleich behandelt werden sollte.
Danach wird es persönlicher – und haariger. Von Römern und Germanen über Mönche, Könige und die Gegenkultur der 1960er bis zu indischen Sadhus und indigenen Traditionen geht es um Haare als Symbol für Freiheit, Souveränität, Anpassung und Spiritualität. Und schließlich beantwortet Frank die Frage, die sich seit Beginn der Sendung stellt: Sind seine Dreads wirklich ab?
Nach rund 27 Jahren mit langen Dreadlocks beginnt damit äußerlich ein neues Kapitel. Doch Franks Fazit ist wesentlich unspektakulärer und zugleich grundsätzlicher: Haare bleiben Haare. Entscheidend ist nicht die äußere Form, sondern der Mensch dahinter.








