Rechtsstaat ade?
Ein Interview, das grundlegende Fragen aufwirft.
Prof. Roland Wiesendanger spricht mit Robert Stein über den Rechtsstreit mit dem Virologen Christian Drosten und das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 17. April 2026. Im Zentrum steht dabei nicht nur der konkrete Fall, sondern eine weitreichende Kritik an Abläufen, Entscheidungsprozessen und der Wahrnehmung gerichtlicher Verfahren.
Wiesendanger schildert seine Sicht auf den Prozessverlauf und erhebt dabei deutliche Vorwürfe: Er spricht von Verzögerungen, hinterfragt die Gewichtung von Argumenten und kritisiert aus seiner Perspektive eine Urteilsbegründung, die zentrale Aspekte unberücksichtigt lässt. Seine Darstellung wirft die Frage auf, ob in komplexen und öffentlich stark beachteten Verfahren alle Maßstäbe gleichermaßen angewendet werden.
Wenn Verfahrensbeteiligte den Eindruck gewinnen, nicht gehört zu werden, oder Entscheidungen als nicht nachvollziehbar empfinden, kann dies das Vertrauen in Institutionen nachhaltig beeinflussen.
Dieses Interview bietet eine kritische Perspektive eines unmittelbar Beteiligten – und lädt dazu ein, sich mit der Funktionsweise, den Grenzen und der Wahrnehmung des Rechtsstaats in Deutschland auseinanderzusetzen.






