Was treibt Friedrich Merz wirklich nach Kiew? Diplomatische Mission, politische Inszenierung oder steckt doch etwas ganz anderes dahinter? Während die Verhaftung im Umfeld des ehemaligen BND-Chefs Hanning ein bemerkenswertes Zusammenspiel von Staatsanwaltschaft und Medien offenbart, klingeln andernorts die Telefone – und ukrainische Betrugs-Callcenter verdienen mit europäischen Opfern offenbar Milliarden.
Zum Schluss wird es nostalgisch: Thomas Röper blickt zurück auf den Maidan 2014, sein Buch „Ukraine“ und die Geburtsstunde des Anti-Spiegels. Und dabei zeigt sich: Manchmal braucht es für eine journalistische Karriere weder einen Masterplan noch einen Verlag, sondern lediglich eine zündende Idee in einer Bar. Ohne diesen Abend gäbe es den Anti-Spiegel womöglich gar nicht. Ob das nun ein glücklicher Zufall oder ein folgenschwerer Betriebsunfall der Mediengeschichte war, darf jeder selbst entscheiden.








