Wie wurde aus einer wissenschaftlich untersuchten Substanz eines der mächtigsten Symbole der amerikanischen Gegenkultur? Im zweiten Teil von Franks Reise durch die Geschichte des LSD geht es um jene Menschen, die aus Forschung, Selbsterfahrung und Bewusstseinserweiterung schließlich eine kulturelle Bewegung machten: Timothy Leary, Richard Alpert – später Ram Dass – und Ken Kesey.
Frank beginnt in Harvard, wo Leary und Alpert zunächst als renommierte Wissenschaftler mit psychoaktiven Substanzen forschten. Doch aus akademischer Distanz wurde zunehmend persönliche Erfahrung und schließlich eine Mission. „Turn on, tune in, drop out“ wurde zu einem der berühmtesten Sätze der 1960er Jahre. Es folgen das legendäre Millbrook-Anwesen, Learys Konflikt mit dem Staat, Gefängnis und Flucht sowie außergewöhnliche Verbindungen zwischen der Brotherhood of Eternal Love, Weather Underground und anderen Gruppen der damaligen Gegenkultur. Gleichzeitig bleibt die Frage im Raum, wie Learys Geschichte mit CIA, MK-Ultra und den damaligen Experimenten zur psychologischen Beeinflussung zusammenhing.
Richard Alpert wählte einen anderen Weg. Seine Suche führte ihn nach Indien, zu seinem Guru Neem Karoli Baba und schließlich zur neuen Identität als Ram Dass. Sein Buch „Be Here Now“ wurde zu einem prägenden Werk der spirituellen Counterculture. Danach wechselt Frank nach Kalifornien zu Ken Kesey: vom freiwilligen Teilnehmer an frühen LSD-Experimenten über „Einer flog über das Kuckucksnest“ bis zu den Merry Pranksters, dem legendären Bus „Further“, den Acid Tests und dem Trips Festival von 1966.
So entsteht das Panorama einer Zeit unmittelbar vor dem großen Hippie-Boom: Beatniks, psychedelische Experimente, neue Musik, Grateful Dead und eine Generation, die glaubte, Bewusstsein und Gesellschaft grundlegend verändern zu können. Eine Geschichte voller Idealismus, Widersprüche und erstaunlicher Verbindungen – und eine wichtige Vorgeschichte dessen, was wir heute als die Counterculture der 1960er Jahre kennen.








