Deutschland bindet sich militärisch, wirtschaftlich und politisch immer enger an die Ukraine. Doch was kostet dieser Kurs tatsächlich – und wer muss am Ende dafür bezahlen?
Wolfgang Effenberger und Wojna betrachten die im Gespräch genannten Ausgaben für Militärhilfe, Waffensysteme, Sozialleistungen, Kredite, Garantien und den geplanten Wiederaufbau der Ukraine. Nach der in der Sendung vorgestellten Berechnung summieren sich die bislang erfassbaren Belastungen auf rund 96,5 Milliarden Euro. Hinzu kommen schwer bezifferbare Ausgaben der Länder, Kommunen, Krankenkassen und Sozialversicherungssysteme.
Darüber hinaus geht es um die geopolitische Bedeutung der Ukraine: Warum betrachten US-Strategen das Land seit Jahrzehnten als entscheidenden Raum zwischen Russland und Europa? Welche Rolle spielen NATO-Erweiterung, farbige Revolutionen, internationale Kreditgeber und amerikanische Militärkommandos? Und weshalb könnte eine dauerhafte Trennung Deutschlands von Russland im Interesse angloamerikanischer Machtpolitik liegen?
Effenberger zeichnet einen historischen Bogen vom Ersten Weltkrieg über die US-Strategiepapiere der 1990er-Jahre bis zum heutigen Ukraine-Konflikt. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Deutschland seine wirtschaftlichen Interessen, seine finanzielle Stabilität und möglicherweise sogar seine eigene Sicherheit einem geopolitischen Großprojekt unterordnet.







