Warum feiern Menschen eigentlich Feste? Nur aus Spaß, wegen Musik, Alkohol und gutem Essen – oder steckt etwas Tieferes dahinter? Ausgehend von einer aktuellen Diskussion rund um das Teufelsrad auf dem Münchner Oktoberfest widmet sich Frank in dieser Ausgabe von „Stoner Frank & Frei“ der kulturellen Bedeutung des Feierns. Seine These: Feste gehören zu den ältesten sozialen Werkzeugen des Menschen. Sie bringen Gemeinschaften zusammen, durchbrechen für kurze Zeit den Alltag und verbinden uns mit Traditionen, Jahreszeiten und den Generationen vor uns.
Die Reise führt vom bayerischen Maibaum und alten Fruchtbarkeitssymbolen über spanische Volksfeste und persönliche Reiseerlebnisse in Thailand bis zum großen Karthigai-Deepam-Fest am heiligen Arunachala in Südindien. Frank zeigt, wie unterschiedlich solche Traditionen aussehen können – und wie häufig darunter dieselben Motive liegen: Tanz, Musik, Rausch, Natur, Ernte, Begegnung und das Zusammenkommen junger Menschen.
Auch Karneval und Fastnacht, Krampus-Traditionen, das Matariki-Fest der Māori, traditionelle Begegnungsfeste der Berber und der mexikanische Día de Muertos spielen eine Rolle. Dabei geht es Frank nicht darum, jede alte Tradition unkritisch zu bewahren. Vielmehr plädiert er dafür, zunächst zu verstehen, welche Bedeutung hinter Ritualen und Symbolen steckt, bevor wir sie ausschließlich mit den Maßstäben der Gegenwart beurteilen.
Am Ende steht eine Hommage an das Fest selbst: als Ort der Begegnung, als Verbindung zu den Vorfahren und als Gegenmittel gegen Vereinzelung. Oder einfacher gesagt: Menschen brauchen Gelegenheiten, miteinander zu tanzen, zu feiern und sich wieder als Teil einer Gemeinschaft zu erleben.








