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CDU im freien Fall: Warum Friedrich Merz trotzdem weitermacht

| 24.09.2026

4,9 Prozent. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik fliegt die CDU aus einem Landtag – in Mecklenburg-Vorpommern. In Berlin wird die Linke stärkste Kraft. Fünf Minuten nach der ersten Prognose tritt der Kanzler vor die Kameras, nennt das Ergebnis selbst ein „Desaster" – und kündigt an weiterzumachen.

Über die Hälfte der Deutschen will, dass Friedrich Merz geht. Im Osten sind es 68 Prozent. Sogar jeder fünfte CDU-Wähler will ihn los sein. Und er? Macht weiter.

Wilhelm Domke-Schulz hat dazu wie immer sehr deutliche Worte. Für ihn ist der Rücktritt gar keine Frage der Person: Die Rücktrittszeiten seien vorbei, und wer heute den Kanzler austauscht, ändert die Politik nicht. Gefragt, welche drei Sätze er Merz sagen würde, antwortet er: „Geh nach Hause, jetzt sofort. Tschüss."

Und während die CDU untergeht, geht das Geld dieses Landes in die Rüstung. Von dem, worüber der Bund überhaupt noch frei entscheidet, ist es mehr als jeder dritte Euro. Vom gesamten Zuwachs des Haushalts 2026 gehen 98,9 Prozent ins Militär – für Schulen, Krankenhäuser und Brücken bleiben 240 Millionen. Dazu Firmenpleiten auf dem höchsten Stand seit 2013 und über drei Millionen Arbeitslose.

Was muss eigentlich noch passieren? Warum geht dieser Kanzler nicht – und warum müsste er längst gehen? Was wäre überhaupt ein echter Politikwechsel? Und was hat das KPD-Verbot von 1956 mit der Frage zu tun, ob wir hier in einer Demokratie leben?

Norbert Fleischer fragt nach – bei YouNost, dem ostdeutschen Magazin für alle, die Antworten auf die richtigen Fragen erwarten.

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