In dieser Ausgabe von Abora.TV beantworten Frank Stoner und Dominique Görlitz zentrale Fragen aus der Community und ziehen eine Zwischenbilanz der vergangenen Monate. Im Mittelpunkt stehen die OSL-Datierungen auf Teneriffa, neue internationale Kooperationen und die nächsten geplanten Forschungsschritte auf den Azoren und Kuba.
Dominique berichtet zunächst über die jüngste Konferenz auf Teneriffa und die Zusammenarbeit mit kanarischen Archäologen. Nach Darstellung des Forschungsteams zeigen die bisherigen OSL-Messungen an mehreren Stufenbauten deutlich ältere Bauphasen als bislang angenommen. Besonders eine Anlage bei San Marcos wird im Gespräch mit einem Alter von mehreren Jahrtausenden in Verbindung gebracht. Für Dominique ist das ein wichtiger Baustein seiner Hypothese einer weitreichenden prähistorischen Seefahrtskultur.
Anschließend richtet sich der Blick auf die Azoren. Dort existieren zahlreiche vergleichbare Stufenbauten, die nach Auffassung des Teams ebenfalls genauer datiert werden sollten. Bereits vorhandene Radiokarbondaten aus früheren Untersuchungen deuten laut Gespräch darauf hin, dass einzelne Strukturen älter sein könnten als die portugiesische Besiedlung der Inseln. Eine OSL-Datierung soll hier mehr Klarheit schaffen.
Das nächste große Ziel ist Kuba. Dominique zeigt Felsbilder und Höhlendarstellungen, die er mit Motiven aus dem westlichen Mittelmeerraum vergleicht: Schiffe, konzentrische Kreise und astronomische Symbolik. Geplant sind Datierungen, mit denen geklärt werden soll, wie alt diese Darstellungen tatsächlich sind und ob sich kulturelle Verbindungen belastbar nachweisen lassen.
Auch Abora 5 ist Thema: Dominique möchte erneut mit einem Schilfboot von der nordwestafrikanischen Küste zu den Kanarischen Inseln segeln. Gerade diese Strecke gilt als nautisch anspruchsvoll und soll eine zentrale offene Frage der experimentellen Archäologie praktisch überprüfen.
Zum Schluss sprechen Frank und Dominique über die Finanzierung der kommenden Projekte. OSL- und Laboruntersuchungen, Reisen der Wissenschaftler sowie die filmische Dokumentation verursachen erhebliche Kosten. Deshalb startet Abora.TV eine neue Unterstützungs- und Spendenkampagne.
Die Botschaft der Sendung: Die ersten Ergebnisse haben neue Fragen aufgeworfen – jetzt soll die Forschung auf den Azoren, in Kuba und mit Abora 5 konsequent weitergeführt werden.
Wer Dominique und das Abora Team unterstützen möchte, kann dies hier tun: https://abora.eu/







