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Klimawende am Ende?

| 29.07.2017

Als am 11. März 2011 die Reaktoren im japanischen Kraftwerk in Fukushima in die Luft flogen, hat unsere Regierung eine weltweit einzigartige Reaktion gezeigt. In einer Art Panik-Überreaktion wurden innerhalb kurzer Zeit acht Kernkraftwerke sofort stillgelegt und die Stilllegung aller übrigen Kernkraftwerke bis 2022 gesetzlich angeordnet.

Das hört sich im ersten Moment auch logisch an, aber wer genauer hinschaut wird gleich merken, wie kurzsichtig diese Entscheidung war.

Der Hauptgrund für die Energiewende war der „Klimaschutz“, also die Verringerung von CO2-Gasen, die unsere Atmosphäre aufheizen sollen. Mal abgesehen davon, dass es wissenschaftlich alles andere als erwiesen ist, und die ganze Hysterie mit CO2 auf fragwürdige Computermodelle aufbaut, ist es doch aber ein Widerspruch in sich die Kernkraftwerke jetzt abzuschalten. Denn die produzieren eben kein CO2 im Betrieb. Aber um die Grundlastversorgung gewährleisten zu können, müssen jetzt die restlichen Gas- und Kohlekraftwerke diese Lücke schließen.

So toll es sich auch anhört mit den erneuerbaren Energiequellen, dem sauberen Strom von Wind und Sonne, so problematisch ist es eben auch wenn keine Sonne scheint und auch kein Wind weht. In Deutschland brauchen wir im Durchschnitt an normalen Tagen zur Deckung des Strombedarfs eine Anschlussleistung von 60 GW, als Spitzenleistung im kalten Winter 70 bis 80 GW. Wenn wir alle „erneuerbaren“ Stromerzeuger zusammenrechnen, dann kommen wir auf eine Leistung von fast 70 GW. Das klingt eigentlich gar nicht so schlecht. Das Problem ist nur, das dieser Wert nie erreicht werden kann, denn in der Nacht scheint nun mal bekanntlich keine Sonne. Und Wind weht vielleicht in Hamburg die ganze Zeit, im Rest des Landes sieht das schon wieder ganz anders aus. Das heißt, damit wir unseren Strombedarf zu jeder Zeit decken können, müssen wir genügend Kraftwerke als Reserve bereit halten, die in der Nacht und bei wenig Wind den nötigen Strom liefern können.

Es gibt ganz wenige Tage im Jahr, in denen die Gesamtleistung aller „Erneuerbaren“ auf gerade einmal 30 GW steigt, den Rest machen immer konventionelle Gas- und Kohlekraftwerke, und die noch verbliebenen Kernkraftwerke. Wenn die in ein paar Jahren dann auch noch abgeschaltet werden, dann steigt die Produktion von CO2 wieder an.

Also das Hauptziel der Klimapolitik, nämlich die Einsparung von Treibhausgasen, ist so nicht machbar. Das hat in Berlin entweder niemand so richtig verstanden oder aber man schweigt dazu, was viel wahrscheinlicher ist.

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