Leipzig – die Stadt der Friedlichen Revolution von 1989. Ausgerechnet hier soll künftig eine der größten Produktionsstätten für Marschflugkörper entstehen. Geplant sind Raketen mit bis zu 1.500 Kilometern Reichweite. Doch viele Bürger erfuhren erst von dem Vorhaben, als die Pläne bereits weit fortgeschritten waren.
Auf dem Augustusplatz versammeln sich Menschen unterschiedlicher politischer Lager, um gegen die geplante Rüstungsfabrik zu protestieren. Unter ihnen auch Zeitzeugen, die bereits 1989 auf Leipzigs Straßen für politische Veränderungen demonstrierten.
Warum wurde die Bevölkerung so spät informiert? Welche Rolle spielen die sächsische Landesregierung und die Leipziger Stadtverwaltung? Könnte die Produktion noch verhindert werden? Und warum bleibt der große Protest bislang aus?
Wir haben mit Demonstranten, Friedensaktivisten und ehemaligen Bürgerrechtlern gesprochen – über Aufrüstung, politische Verantwortung und die Frage, ob sich der Geist von 1989 noch einmal mobilisieren lässt.






